Die Sache…

…mit der Angst.

Es ist unbestritten, dass der Mensch Angst vor Dingen hat, die er nicht kennt.
Früher, in der Steinzeit, als wir noch mit Keulen auf die Jagd gingen, oder Beeren pflückten – ja, da war das wohl eine Notwendigkeit.
Doch die Umstände änderten sich drastisch, die Keule wurde von diversen anderen Waffen abgelöst – die Wandmalereien, als frühe Kunstform, rückten erst den analogen, nun den digitalen Bildern.
Kann natürlich beliebig weiter geführt werden.
Es wurde leichter, aber auch komplexer.
Musste man sich damals durch einen natürlichen Dschungel kämpfen, so muss man es heute durch einen Dschungel voller Informationen, Entscheidungen etc. tun.
Es gibt nun mehr nicht nur einen Weg um ans Ziel zu kommen, sondern immer mehrere.
Aber gut, wir wollen nicht ins philosophische abtrifften – also zurück zur Angst vor dem Unbekannten.
Laut Wikipedia ist Angst das „Befürchten möglichen Leidens und bezeichnet somit eine Empfindungs- und Verhaltenssituation aus Ungewissheit und Anspannung, die durch eine eingetretene oder erwartete Bedrohung (z.B. Schmerz, Verlust, Tod) hervorgerufen wird.“ [http://de.wikipedia.org/wiki/Angst].
Klingt einleuchtend – etwas nicht Greifbares, nicht Verständliches wird zunächst mit bedrohlichen Gefühlen belegt. Hat den Vorteil, dass man eben nicht einfach so in eine potentielle Falle laufen würde, sondern erstmal mit Vorsicht an die entsprechende Sache heran geht, sie kritisch betrachtet und ggf. ablehnt oder annimmt.
Jedenfalls sollte das so sein – kritische Betrachtung, Abwägung der Gefahren und entsprechendes Handeln – keine grundlose Zurückweisung, oder das blinde Übernehmen von anderen Meinungen.
Immer wieder faszinierend in dem Zusammenhang Aussagen wie: „Aber das machen alle doch so!“, „Das hat XYZ gesagt, XYZ verfügt über eine fundierte Ausbildung, also hat er Recht.“.
Die Orientierung an anderen Personen ist gut und hilfreich, aber teilweise verbaut der Mensch sich damit eindeutig die Möglichkeit sich selbst weiter zu entwickeln.
Immer wieder betont der Mensch seine Eigenschaft als Individuum, als ein Wesen, was in der Lage ist zu denken.
Doch teilweise erscheint mir eben genau diese Fähigkeit bei manchen Erdenbürgern verloren gegangen zu sein.
Wir werden nicht nur in Schubladen gepresst, nein wir pressen uns auch selbst hinein.

 

 

 

 

 

~ von niniel20 am September 16, 2007.

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