Der leicht alltägliche Wahnsinn…

•Mai 9, 2008 • Kommentar schreiben

Heute ist eindeutig einer der Tage, wo man nahezu ständig ein Fragezeichen im Gesicht hat und sich fragt: “Was das soll das?!”

Man wird unsanft geweckt, nach einer sagen wir mal leicht unschönen Nacht und verläßt mit zuviel, aber leider nicht ausreichend wirkenden Koffein im Blut das Haus.
Die Sonne scheint, es ist wahrlich angenehm und schön draußen - es könnte also ein schöner Tag werden.
Ja die Betonung liegt auf könnte…denn wie soll es anders sein? Es gibt immer Kleinigkeiten, die einen leicht die Stimmung versauen und so minimal dazu beitragen dass man wenigstens einmal das Bedürfnis hat sich hinzustellen und laut irgendwas anzukreischen – oder einfach nur debil grinsend im Kreis zu laufen.
Was es fast immer schafft, ist der Straßenverkehr:
Friedlich raddelt man durch die Gegend, man gibt Acht, man läßt Autos durch, man wartet und ist geduldig.
Man verkneift sich auch Kommentare wie ”Lern geradeaus laufen!”, wenn  man fast wieder von einem seltsam zick-zack-laufenden Fußgänger vom Rad gerissen wird.
Kurzum, man ist schon leicht genügsam. :)
Und wirds einem gedankt? Nein…
Allgemein fahren die Menschen hier wunderlich – was teilweise den Verdacht zuläßt, dass es die Führerscheine in kleinen Automaten gibt: “Gibst mir 5 Mark, kriegste ne Fleppe!” o_O
Kurzum, ob als Rad- oder Autofahrer kriegt man hier das Gefühl im falschen Film zu sein, bei der immens hohen Anzahl von Nichtbeachtung der Verkehrsregeln.
Ist klar – ich bin geschwind und wendig mit dem Rad, dennoch kann auch ich in eure Autos donnern, nehmt ihr mir die Vorfahrt.
Heute kochte die Wut hoch, als ich wartend in einer Autoschlange stand und seltsamerweise fast von einem alten Mitmenschen umgefahren wurde. Einfach nur so…weil er sicher aufgeregt war. Ganz viele Autos die stehen und eine Lücke, die von mir “blockiert” wurde…ist klar, dass man da leicht mutig wird.
Tja Resultat? Ein schnickes wendiges Manöver meinerseits, wo man sich allerdings schon in der Straßenbegrenzung hängen sah.
Ich plädier eindeutig dafür, die Fahrtüchtigkeit ab einem bestimmten Alter prüfen lassen zu müssen.

Die Sache…

•September 16, 2007 • Kommentar schreiben

…mit der Angst.

Es ist unbestritten, dass der Mensch Angst vor Dingen hat, die er nicht kennt.
Früher, in der Steinzeit, als wir noch mit Keulen auf die Jagd gingen, oder Beeren pflückten – ja, da war das wohl eine Notwendigkeit.
Doch die Umstände änderten sich drastisch, die Keule wurde von diversen anderen Waffen abgelöst – die Wandmalereien, als frühe Kunstform, rückten erst den analogen, nun den digitalen Bildern.
Kann natürlich beliebig weiter geführt werden.
Es wurde leichter, aber auch komplexer.
Musste man sich damals durch einen natürlichen Dschungel kämpfen, so muss man es heute durch einen Dschungel voller Informationen, Entscheidungen etc. tun.
Es gibt nun mehr nicht nur einen Weg um ans Ziel zu kommen, sondern immer mehrere.
Aber gut, wir wollen nicht ins philosophische abtrifften – also zurück zur Angst vor dem Unbekannten.
Laut Wikipedia ist Angst das „Befürchten möglichen Leidens und bezeichnet somit eine Empfindungs- und Verhaltenssituation aus Ungewissheit und Anspannung, die durch eine eingetretene oder erwartete Bedrohung (z.B. Schmerz, Verlust, Tod) hervorgerufen wird.“ [http://de.wikipedia.org/wiki/Angst].
Klingt einleuchtend – etwas nicht Greifbares, nicht Verständliches wird zunächst mit bedrohlichen Gefühlen belegt. Hat den Vorteil, dass man eben nicht einfach so in eine potentielle Falle laufen würde, sondern erstmal mit Vorsicht an die entsprechende Sache heran geht, sie kritisch betrachtet und ggf. ablehnt oder annimmt.
Jedenfalls sollte das so sein – kritische Betrachtung, Abwägung der Gefahren und entsprechendes Handeln – keine grundlose Zurückweisung, oder das blinde Übernehmen von anderen Meinungen.
Immer wieder faszinierend in dem Zusammenhang Aussagen wie: „Aber das machen alle doch so!“, „Das hat XYZ gesagt, XYZ verfügt über eine fundierte Ausbildung, also hat er Recht.“.
Die Orientierung an anderen Personen ist gut und hilfreich, aber teilweise verbaut der Mensch sich damit eindeutig die Möglichkeit sich selbst weiter zu entwickeln.
Immer wieder betont der Mensch seine Eigenschaft als Individuum, als ein Wesen, was in der Lage ist zu denken.
Doch teilweise erscheint mir eben genau diese Fähigkeit bei manchen Erdenbürgern verloren gegangen zu sein.
Wir werden nicht nur in Schubladen gepresst, nein wir pressen uns auch selbst hinein.